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„Mobile first!“ – Recruiting goes Smartphone

People starring at smartphones
(c) pexels

 

Manchmal ist man sich nicht sicher, ob es eine Folge Walking Dead ist, oder ob man sich gerade morgens in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit befindet. Wie Zombies, beschäftigen wir uns täglich, fast überall mit unseren Smartphones.

Acht von zehn Menschen in Deutschland nutzen ein Smartphone. Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte hat auch einen großen Einfluss auf das Recruiting. Sie bietet neue Ansätze fürs Personalmarketing, stellt Unternehmen aber auch vor neue Herausforderungen.

 

Das Thema „Mobile Recruiting“ wird bereits seit einigen Jahren in Unternehmen thematisiert. Eine aktuelle Studie von Monster fand heraus, dass 8 von 10 der Top-1.000-Unternehmen (und 100 % der teilnehmenden IT-Unternehmen) Mobile Recruiting einen immer größer werdenden Stellenwert beimessen. Und dennoch gab nur ein Drittel der Unternehmen an, Mobile Recruiting bereits in ihrem Tagesgeschäft zu nutzen.  

 

Was ist Mobile Recruiting?

Erstmal von vorne. Was versteht man denn genau unter Mobile Recruiting?

Mobile Recruiting beschreibt die Personalgewinnung über mobile Endgeräte und damit auch die Ermöglichung von Bewerbungen mit dem Smartphone. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ob mit Job-Apps, One-Click Bewerbungen über XING oder LinkedIn oder sogar Bewerbungen über Messengerservices wie z. B. WhatsApp.

 

Was ist responsive Design?

Grundlage für Mobile Recruiting sind mobil optimierte Websites. Bei der optimierten Darstellung von Webinhalten auf Smartphones spricht man von „Responsive Design“. Responsive Karriereseiten sind insbesondere für die jüngere Zielgruppe relevant und bergen große Potentiale in der Entwicklung der Reichweite: Jeder Achte im Alter zwischen 18 und 24 Jahren nutzt ein Smartphone oder Tablet bei der Jobsuche. 

 

Sind Webseiten nicht mobil optimiert kann es dazu führen, dass der Besuch abgebrochen wird.

85 % der Befragten einer Studie von Jobnet gaben an, dass zumindest die Unternehmensinformationen mobil zugänglich und entsprechend optimiert sein müssen. Somit zahlt die mobil optimierte Karriereseite auch maßgeblich auf die Candidate Experience ein.

 

OneClick vom Traumjob entfernt

Auf XING und LinkedIn gibt es die Möglichkeit, direkt auf Stellenangebote zu reagieren und sich mit nur einem Klick zu bewerben. Der Lebenslauf speist sich dabei aus dem Kandidatenprofil in dem jeweiligen Netzwerk. Unternehmen nutzen die sogenannten One-Click Bewerbungen und verzichten dadurch zunehmend auf das klassische Anschreiben. Und das macht Sinn: Der Wunsch nach Bewerbungen über das Smartphone wird auf Kandidatenseite zunehmend größer.

 

Die mobile Bewerbung bietet diverse Vorteile und kann für Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil darstellen.
Denn mobile Bewerbungen können ortsunabhängig und unkompliziert abgeschickt werden, wodurch sich die Hürden zur Bewerbung verringern und die Zahl der Bewerbungen steigt.

 

Inzwischen denken 44% der Kandidaten, dass eine mobile Bewerbung Zeit spart und dadurch effizienter ist. Über 33 % nutzen den Kanal inzwischen für ihre Bewerbungen. (Quelle: Studie Uni-Bamberg)

 

Wer mobile sagt muss auch App sagen

Was wäre das Smartphone ohne Apps? Kein Wunder, dass es inzwischen diverse Apps gibt, die sich dem Thema Jobsuche widmen. Apps wie Talenthero und Truffls, das Tinder für Jobs, bringen Bewerber und Unternehmen digital zusammen und sind dabei leicht bedienbar. Eine Bewerbung ist mit wenigen Klicks getätigt, bei truffls sogar mit nur einem Swipe. Schneller geht es gar nicht.

 

Eine eigene App? Lieber nicht…

Häufig liest man, dass Unternehmen eigene Apps entwickeln sollten, um damit Employer Branding und Kandidatenmanagement zu verbessern und über neue Stellenanzeigen zu informieren. Klingt gut… ist aber nur bedingt sinnvoll. Denn die Entwicklung einer App erfordert diverse Ressourcen, von Entwicklern, über UXler bis hin zu Marketing und ist allein aus diesen Gründen meist nur für Großunternehmen realisierbar.

 

Und selbst diese sollten sich die Frage stellen, ob es genug Personen gibt, für die eine solche App spannend wäre und welche die App wiederkehrend nutzen würden. Denn neben dem Setup möchte die App auch regelmäßig aktualisiert, technische Bugs schnell gefixt und die Präsentation in den jeweiligen App Stores kontinuierlich optimiert werden.

 

Vielleicht tun es dann doch eher eine mobil optimierte Karriereseite inklusive vielfältiger Filtermöglichkeiten und die starke Präsenz in den sozialen Netzwerken wie XING, LinkedIn, Facebook und Instagram. Wenn man sich für eine App entscheidet sollte man sicherstellen, dass diese den kompletten Funnel abdeckt und somit auch die Bewerbung via App ermöglichen, ansonsten kann das eine negative Wahrnehmung der Candidate Experience zur Folge haben.

 

Kurzer Prozess mit WhatsApp Bewerbung

WhatsApp ist für viele inzwischen der wichtigste Kommunikationskanal.

In Deutschland nutzen durchschnittlich 89,4 % aller 14 bis 60-jährigen WhatsApp täglich oder mehrfach in der Woche.

Auch Recruiter können von der schnellen und unkomplizierten Kommunikation durch Messengerdienste profitieren.

Und der Einsatz von WhatsApp im Recruiting kommt bei Kandidaten an.

 

Laut eines Artikels der Haufe Gruppe hat bei der Manpower Group ein Drittel aller mobilen Bewerber den Kontakt auch über WhatsApp aufgenommen.
Über den Kanal werden individuelle Anfragen bearbeitet. Direkt, persönlich und in Echtzeit. Natürlich ersetzt die Kommunikation über WhatsApp keinen klassischen Lebenslauf. Nichtsdestotrotz ist es ein zusätzlicher Kommunikationskanal, welcher z. B. für die erste Kontaktaufnahme von Interessenten, Terminkoordination oder Rückfragen genutzt werden kann. Natürlich unter Berücksichtigung der DSGVO.

 

The future is mobile!

Generell ist auf Unternehmensseite noch viel Potenzial vorhanden mobile Recruiting in das Tagesgeschäft zu integrieren. Mobile Recruiting ist smart und sowohl auf Recruiter- als auch auf Kandidatenseite zeitsparend. Wir sind gespannt, wie die Entwicklung weitergeht.

 

Sowohl als Recruiter, als auch als Kandidat - Wie sind Eure Erfahrungen mit Mobile Recruiting?
Schreibt uns in den Kommentaren.

 

 

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